Ausmisten Tipps – So schaffst du endlich Ordnung in deinem Zuhause

aktualisiert am 1. August 2025

Manchmal reicht ein Blick in die Abstellkammer, den Keller oder die Schublade mit „Krimskrams“, um zu wissen: Hier muss dringend mal ausgemistet werden. Aber wo fängt man an, wenn sich über Jahre hinweg Dinge angesammelt haben? Und wie bleibt man motiviert, auch wirklich dranzubleiben? In diesem Beitrag bekommst du praktische Tipps und einen realistischen Fahrplan, um Ballast loszuwerden und wieder Platz, Überblick und Ruhe zu schaffen.

Anzeige

Warum Ausmisten so guttun kann

Ausmisten bedeutet viel mehr als nur Aufräumen. Es ist eine bewusste Entscheidung, sich von Dingen zu trennen, die nicht mehr gebraucht werden – und dadurch wieder Klarheit zu schaffen. Zu viele Gegenstände sorgen nicht nur für Unordnung, sondern auch für inneren Stress.

Oft weiß man gar nicht mehr, was man alles besitzt. Dinge verschwinden in Kisten, Ecken oder Schränken, werden vergessen und dann vielleicht sogar doppelt gekauft. Wenn du regelmäßig ausmistest, gewinnst du nicht nur Platz, sondern auch Zeit, Energie und ein gutes Gefühl.


Anzeige

Bevor du loslegst: Eine bewusste Entscheidung treffen

Bevor du ins Tun kommst, ist ein klarer Entschluss wichtig. Sag dir: Ich will ausmisten – und zwar mit System. Fang dabei nicht mit dem ganzen Haus auf einmal an, sondern wähle einen überschaubaren Bereich:

  • Die Küchenschublade mit Tüten und Gummibändern
  • Das Badezimmerregal mit angebrochenen Produkten
  • Der Kleiderschrank oder die Schuhablage
  • Der Keller oder das Bücherregal

Je kleiner der Bereich, desto schneller siehst du Erfolge – und das motiviert.


5 bewährte Ausmist-Methoden – ganz alltagstauglich

Es gibt viele Möglichkeiten, Ordnung zu schaffen. Wichtig ist, eine Methode zu finden, die zu dir passt. Hier sind fünf Ansätze, die sich bewährt haben:

1. Die 12-Monate-Regel

Frag dich bei jedem Gegenstand: Habe ich das im letzten Jahr benutzt? Wenn nicht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du es auch im nächsten Jahr nicht brauchst. Gilt besonders für Kleidung, Deko oder Küchenutensilien.

2. Nach Kategorien statt nach Räumen

Statt Raum für Raum auszumisten, kannst du nach Gegenstandstypen vorgehen: heute Bücher, morgen Kosmetikartikel, übermorgen Deko. So fällt dir auf, wie viel du von einer Kategorie besitzt – und was wirklich entbehrlich ist.

3. Die Drei-Kisten-Methode

Sortiere direkt beim Ausmisten in:

  • Behalten
  • Wegwerfen / Entsorgen
  • Verschenken / Verkaufen

So vermeidest du, dass aussortierte Dinge später wieder ins Regal wandern.

4. 20 Minuten pro Tag

Stell dir einen Timer auf 20 Minuten und räume nur so lange auf. Diese Mini-Etappen sind ideal, wenn dir die Motivation fehlt oder du wenig Zeit hast.

5. Die „Was wäre, wenn“-Frage

Stell dir vor, du müsstest umziehen: Würdest du den Gegenstand einpacken und mitnehmen? Wenn nicht, darf er gehen.

Alle Methoden lassen sich kombinieren – und du wirst sehen: Mit jeder Runde wird es leichter, loszulassen.


Anzeige

Loslassen lernen – so fällt die Entscheidung leichter

Du stehst vor einem Regal und fragst dich: Brauche ich das wirklich noch? Dann helfen dir diese Fragen weiter:

Stelle dir folgende Fragen:

  • Habe ich das kürzlich benutzt oder nur einmal „für alle Fälle“ aufgehoben?
  • Ist es kaputt – und werde ich es je reparieren?
  • Habe ich etwas Ähnliches, das besser oder neuer ist?
  • Fehlt mir das wirklich, wenn ich es loslasse?

Manche Dinge gehören in die „Vielleicht-Kiste“: Packe sie in eine Box, beschrifte sie mit Datum und lagere sie ein. Wenn du nach sechs Monaten nichts daraus vermisst hast, kannst du sie getrost entsorgen oder verschenken.


Was tun mit den aussortierten Dingen?

Nicht alles muss in die Tonne. Oft kannst du mit dem, was du nicht mehr brauchst, jemandem eine Freude machen oder Ressourcen schonen.

Hier ein paar Ideen:

  • Kleidung: an gemeinnützige Organisationen oder Kleidertauschbörsen geben
  • Bücher & Spiele: über Kleinanzeigen, Tauschgruppen oder Bücherschränke weitergeben
  • Elektrogeräte: überholt? Vielleicht freut sich jemand zum Basteln
  • Kosmetik & Pflegeprodukte: teilweise geöffnet? In manchen Online-Gruppen findest du Abnehmer

Tipp: Verschenken funktioniert am besten, wenn du dazuschreibst: „Nur an Selbstabholer, gerne auf Vertrauensbasis.“


Anzeige

Ordnung dauerhaft halten – ein einfaches System

Ausmisten ist der Anfang. Damit der Effekt bleibt, lohnt sich ein langfristiges Ordnungssystem. Hier ein paar Prinzipien, die im Alltag helfen:

  1. Alles hat seinen festen Platz. Je klarer die Ordnung, desto schneller findest du, was du brauchst.
  2. Beschriften hilft. Gerade bei Boxen, Vorratsdosen oder Ordnern ist das extrem effektiv.
  3. Was du benutzt, kommt zurück. Klingt einfach – ist aber die Basis für dauerhafte Ordnung.
  4. Regelmäßige Minirunden. Nimm dir einmal im Monat 15 Minuten Zeit, um eine Schublade oder Ecke durchzugehen.
  5. Neu rein – Alt raus. Für jeden neuen Gegenstand überlegst du: Was kann dafür gehen?

Ein funktionierendes Ordnungssystem bedeutet nicht, dass alles perfekt aussieht – sondern dass du dich wohlfühlst, Dinge findest und Luft zum Atmen hast.


Emotionale Dinge – behalten oder gehen lassen?

Viele von uns hängen an Dingen, die Erinnerungen wecken: das alte Tagebuch, Omas Kaffeekanne, Konzerttickets, Kinderzeichnungen. Die Herausforderung: Erinnerungen brauchen keinen physischen Beweis.

Du musst nicht alles weggeben. Aber überlege:

  • Möchte ich das regelmäßig sehen?
  • Passt es in mein Leben – oder nur in meine Vergangenheit?
  • Würde ein Foto als Erinnerung reichen?

Manche Gegenstände können als Deko weiterleben oder in einer Erinnerungsbox aufbewahrt werden. Wichtig ist: bewusst behalten – nicht einfach liegen lassen.


FAQ – Häufige Fragen zum Ausmisten

Wie finde ich die Motivation, anzufangen?
Fang klein an. Eine Schublade, eine Kiste. Der erste sichtbare Erfolg motiviert oft mehr als jeder Plan.

Was mache ich mit Dingen, bei denen ich mir unsicher bin?
Pack sie in eine „Vielleicht-Kiste“, beschrifte sie mit Datum und schau in sechs Monaten noch mal rein. Meist weißt du dann, was weg kann.

Wie oft sollte ich ausmisten?
Einmal im Jahr ist ein guter Rhythmus – zum Beispiel beim Frühjahrsputz. Kleine Runden alle paar Wochen helfen, dauerhaft Ordnung zu halten.


Schritt für Schritt ausmisten

SchrittAufgabe
1Kleinen Bereich auswählen (z. B. eine Schublade)
2Drei Kisten bereitstellen: Behalten – Weg – Verschenken
3Nach 12-Monate-Regel oder Umzugsfrage sortieren
4Dinge nachhaltig weitergeben oder entsorgen
5Ordnungssystem überlegen (Platz, Beschriftung, Rückstellprinzip)
6Regelmäßige Mini-Ausmistaktionen einplanen
7Erinnerungsstücke bewusst auswählen und gestalten

Diese Checkliste hilft dir dabei, strukturiert vorzugehen – ohne dich zu überfordern. Denk dran: Jeder kleine Schritt bringt dich näher zu einem Zuhause, das dich nicht einengt, sondern unterstützt.


Weniger Dinge – mehr Leichtigkeit

Ausmisten ist keine Strafe, sondern eine Einladung: Mach Platz für das, was dir heute wichtig ist. Es geht nicht darum, alles leerzuräumen oder Minimalist:in zu werden. Es geht darum, dich von Überflüssigem zu lösen und bewusster zu entscheiden, was bleiben darf.

Du wirst merken: Mit jedem Karton, der geht, wird es leichter – in der Wohnung und im Kopf. Und wer weiß – vielleicht bekommst du dabei auch Lust auf neue Ideen, ein kleines Makeover oder einfach nur mehr Raum zum Durchatmen.

Anzeige